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Erstmals: Mehr "Singles-" als Ehepaare
in U.S.-Haushalten
Die Mehrheit der Singles-Haushalte ist zwar (noch) hauchdünn - aber, immerhin, 50,3%. Das US-Census-Büro fand zum ersten Mal, die Verheirateten sind eine Minderheit - und das ist keine gute Nachricht. Es gibt eine weitere problematische Zahl: 31,7% der Kinder Amerikas haben ein "unverheiratetes" Zuhause. Immer öfter werden sie auch von unverheirateten Elternteilen aufgezogen, und diese Situation kann eine Herausforderung für jeden sein. Was bedeutet es? Das MSN-Netz hat wichtige Informationen darüber gesammelt, wie es auf diesen Gebieten in Hollwood aussieht - und auch über Dinge wie Geld, Krankenversicherung ... und Sex.
Trotz des fortschrittlichen Images, das Amerikaner in Deutschland und vielen Teilen der Welt genießen -was das Zusammenleben unverheirateter Paare betrifft, so erscheinen die USA vielen europäischen Besuchern noch hinter dem Mond zu sein. Auf der einen Seite - eine erschreckende Scheidungsrate - nicht viel anders als in anderen Ländern der westlichen Welt - auf der anderen - wenn das Gespräch auf Intimitäten kommt, schütteln manche Besucher verblüfft die Köpfe. Vom "Leben in Sünde" ist in diesem Lande noch immer erstaunlich oft die Rede.
Immerhin gibt es Ausreißer - zum Beispiel das "Alternativen zur Ehe"-Projekt: http://www.unmarried.org. Da kann man sich ein wenig umsehen, ohne gleich in einen Schuldkomplex hineingestoßen zu werden. Immerhin, so ist dort zu erfahren, ist die Zahl derjenigen, die sich als "zusammen lebende, aber unverheiratete Paare" bezeichnen, auf 14 Prozent angestiegen, und das wird kaum den Höhepunkt darstellen.
In Hollywood hat es schon lange eine höhere Zahl unverheirateter Paare gegeben. MSN nennt als Prominenten-Beispiele unter anderen Goldie Hawn und Kurt Russell, Sam Shepard und Jessica Lange, Susan Sarandon und Tim Robbins. Das jüngste Beispiel, von dem man seit langem in aller Welt spricht, sind Angelina Jolie und Brad Pitt. Sie repräsentieren einen Trend, der im vollen Gange ist, wie der "Census"-Bericht es offenbarte - und der auch in der Öffentlichkeit mehr und mehr akzeptiert wird. Auch wenn Dr. Laura Schlessinger, eine konservativeTalkradio-Moderatorin, die von einem Standpunkt der Moral aus, wie sie selbst sagt, Partnerschafts-Ratschläge vergibt, anderer Ansicht ist. "Shack-Up-Honeys" nennt sie unverheiratete Paare verächtlich und geradezu feindselig, und stellt Anruferinnen ihrer Sendung zur Rede, wenn sie mit einem Mann zusammen leben und nicht zumindest "einen Ring und ein Hochzeitsdatum" vorweisen können.
Das diametrale Gegenteil ist Fernseh-Talkmasterin Oprah Winfrey - enorm populär in den gesamten USA. Sie heiratet ihren langjährigen Partner Stedman Graham nicht, weil sie befürchtet, als Persönlichkeit ihre Unabhängigkeit zu verlieren.
Einer der wichtigsten Gründe auch für Paare, nicht zu heiraten, obwohl sie zusammen leben möchten, liegt in der Trennung. Sollte sie einmal nötig werden, so geht es ohne kostspielige und oft langwierige und bürokratische Scheidungsprozeduren ab. Führt das zwangsläufig zu einer größeren Bereitschaft, bei der kleinsten auftretenden Schwierigkeit das Verhältnis zu beenden? Nicht unbedingt, argumentierte ein New Yorker namens Frank in der MSN-story: "Meine Freundin und ich sind fast 7 Jahre lang zusammen. Wir haben uns in dieser Zeit mindestens 4mal kurz getrennt. Aber die Gewissheit, das tun zu können, hat uns auch immer wieder zusammengebracht - auf eine Art und Weise, die nicht vorhanden gewesen wäre, wären wir verheiratet. Ich weiß, das klingt ein bisschen verrückt - aber ich weiß auch, bei uns funktioniert's!
Krankenversicherung, auf der anderen Seite, ist ein Grund für viele, die Hochzeit doch zu wagen. Ohne verheiratet zu sein, gibt es bei den meisten Versicherungsgesellschaften keine Mitversicherung des Partners, wenn man einen Job hat. Das kann in den USA eine sehr teure Angelegenheit werden. Catherine Newman in Northampton, US-Staat Massachusetts, hat deshalb im Rathaus ihrer Stadt geheiratet - aber nur der Form halber, wegen der Versicherung. Sie trug nach eigenen Worten Yoga-Hosen und behandelte die ganze Angelegenheit wie einen Abstecher beim Einkaufen.
Michael dagegen, im New Yorker Landkreis Westchester County, lebt seit 13 Jahren mit seiner Freundin zusammen, ohne verheiratet zu sein. Nach 5 Jahren waren sie beide zum Rathaus gegangen, um zu heiraten. Aber seine Freundin bekam in letzter Minute einen regelrechten Nervenzusammenbruch. Sie hatte Angst, durch den "Verwaltungsakt" würde ihre bis dahin schöne Beziehung zerbrechen. Und so gingen sie wieder nach Hause und blieben unverheiratet glücklich. "Wir haben sogar noch Sex zusammen - anders als viele verheiratete Partner", sagt Michael. Und das ist ein weiterer Vorteil gegenüber Paaren mit dem Ehegelöbnis. "Es ist noch so neu und so aufregend wie am ersten Tag!"
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