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Irak- Botschafter in Washington will Truppenreduzierung: Wir drängen Amerika, die Bürde graduell auf uns zu übertragen
Während General David Petraeus, vielmals geehrter Angehöriger des US-Militärs und Top-Kommandeur der amerikanischen Streitkräfte im Irak, seine Stellungnahmen vor dem Komitee des Washingtoner Senats abgab, stand die Situation in diesem Lande wieder einmal im Mittelpunkt der Medienberichterstattung in allen 50 Staaten. Samir Sumaidaíe, irakischer Botschafter in Washington, wurde gefragt: Was steht nach 5 Jahren Besatzung durch die amerikanischen Truppen einem Abzug entgegen?
"Kein Zweifel", sagte dieser - "es ist der noch immer bestehende Mangel an einer starken irakischen Sicherheitssstreitmacht. Vor allem die 'Kriminellen" müssen ausgerottet werden". Vor vier Jahren, als er Innenminister war, habe er 20.000 Mitglieder der bestehenden Sicherheitskräfte aus Saddam Husseins Zeiten entlassen müssen.
"Fortschritte in Sachen Sicherheit sind der beste Weg zum Abzug der US-Truppen", fügte er hinzu. Sumaida'ie ist Mitglied des Washingtoner Think Tanks, dem auch General Petraeus angehört. Der hat erst einmal die militärischen Anforderungen der Gegenwart mit dem geplanten teilweisen Truppenrückzug in diesem Sommer verglichen: Zur Zeit stehen 160.000 Angehörige der Streitkräfte im Irak. Wenn die geplanten Verminderungen vollendet sind, werden es noch 140.000 sein.
"Wir appellieren an Amerika, die Bürde "der Besatzung" nach und nach auf uns zu übertragen", sagte Sumaida'ie vor dem Zentrum ür Strategische und Internationale Studien. Er sagte, man könne voller Zuversiht feststellen, dass der Irak weiterhin Fortschritte dabei erzielt, sich zu schützen und Nachbarn davon abhält, sich die vorübergehende Schwäche zunutze zu machen. "Irak ist bereit, Widerstand zu leisten", sagte der Botschafter. Er betonte, die Präsidentschaftskandidaten der Democrats, Hillary Rodham Clinton und Barack Obama, könnten zur Zeit einer Amtsübernahme ihre Ansichten ändern.
Wie es Botschafter aus anderen Ländern generell tun, stellte auch Sumaida'ie klar, er wolle im Wahlkampf der Parteien in den USA keine Rolle spielen. Aber wer auch immer gewählt werde, müsse die Realität der Situation in seinem Lande betrachten. Wer auch immer am 20. Januar 2009 als nächster amerikanischer Präsident in das Weiße Haus einziehen werde, dürfte dann eine Einstellung haben, die sich von der heute zur Schau gestellten Wahlkampf-Meinung unterscheidet.
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