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US-Dollar-Kollaps: Werden EU und andere Weltmächte zu intervenieren versuchen?
Während der Euro sich in der letzten Woche der $1.60-Marke extrem näherte, sieht es so aus, als könnte die Geduld der Welt bezüglich des schnellen Abrutschens des Dollars schon bald zu Ende sein. Jean-Claude Juncker, Premierminister Luxemburgs und Vorsitzender der EU-Finanzminister, hat bereits mit US-Präsident Bush Schritte diskutiert, die fallende Währung zu stoppen. Jetzt deutet er an, die "Finanzmärkte und andere Akteure" hätten möglicherweise die Botschaft des G7-Treffens noch immer nicht verstanden.
"Scharfe Fluktuationen in wesentlichen Währungen sind eine Bedrohung der wirtschaftlichen und finanziellen Stabilität in der Welt". Das war der Kern der G7-Botschaft. Soweit es Europa betrifft, gibt es Gefahren eines um sich greifenden Protektionismus, wie Juncker öffentlich erklärte. Amerikanische Experten in Washington scheinen dagegen mit der Situation zufriedener zu sein, weil sie in den Vereinigten Staaten auswärtige Exporte verteuert, während amerikanische Waren in aller Welt preisgünstiger werden und damit mit den einheimischen Produkten besser konkurrieren können. So, wie die Amerikaner das sehen, schützt das Arbeitsplätze im eigenen Land. Und es schafft auch neue: die europäische Airbus-Gruppe EADS arbeitet hektisch daran, in der "Dollarzone" Werke zu errichten. Auf der anderen Seite werden entsprechende ausländische Investitionen iu Europa zurückgeschraubt: 269 Milliarden Euro während der letzten beiden Jahre, wie es in Statistiken der europäischen Zentralbank steht.
Die Folgen haben sich bereits gezeigt. Die dramatischsten Probleme trafen die beiden südlichen EU-Staaten Griechenland und Spanien: Griechenland leidet unter fast 15% Defiziten beim Bruttoinlandsprodukt (BIP), und in Spanien liegt diese Zahl bei über 9%. Deutschland und Holland haben profitiert. Andere EU-Staaten melden weniger rosarote Bilder.
Die Vereinigten Staaten und ihre bekannten wirtschaftlichen Probleme sind nur ein Teil der Gesamtsitution: Zentralbanken in Asien und Unternehmen im Mittleren Osten haben große Geldbeträge in Europa angelegt - oft in Aktien - als Alternative zu US-Investitionen. Und momentan sieht es bei diesem Trend nicht nach Veränderungen aus.
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