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"Iran hat womöglich mit entwickeltem Atomsprengkopfdesign experimentiert": Alarmierendes IAEA-Script veröffentlicht
Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA fordert von der iranischen Regierung eine Erklärung für Hinweise darauf, dass Wissenschaftler des Landes mit "hochexplosiven Komponenten einer Technologie" experimentierten, die unter dem Begriff "Two-Point Implosion Device" bekannt geworden ist und eine Rolle bei der Herstellung von Atomsprengköpfen spielen soll.
Mehreren westlichen Presseorganen, darunter der britischen Zeitung "The Guardian", ist die neueste Version einer Dokumentation mit dem Titel "Possible Military Dimensions of Iran's Nuclear Program" zugespielt worden. Die Information stammt mindestens zum Teil von westlichen Geheimdiensten, die sie der Atomenergiebehörde zur Verfügung stellten. In der Vergangenheit hat die IAEA solche Berichte gewöhnlich mit Skepsis beurteilt - besonders, seitdem sich Unterlagen über Atomwaffen des Irak im Verlaufe des Krieges nicht bestätigen ließen.
Mohamed ElBaradei, der IAEA-Generaldirektor, teilte mit, die Berichte über Bemühungen des Iran um eine nukleare Bewaffnung stammten von mehreren Quellen und seien zu verschiedenen Zeiten eingegangen. Sie seien ausreichend in Umfang und Detail,
und der Iran sollte dazu Stellung beziehen.
Einige Teile des Dokuments, "Dossier" genannt, waren bereits in der Vergangenheit in der internationalen Öffentlichkeit bekannt geworden. Bisher aber wurde nicht publiziert, dass der Iran an einem so weit entwickelten Atomsprengkopf gearbeitet hat. "Das ist geradezu atemberaubend", soll ein europäischer Regierungsberater dazu gegenüber dem Autor des Berichts im "Guardian" gesagt haben.
Die Details kamen mitten in Spannungen darüber zum Vorschein, dass der Iran sich geweigert hat, einem Deal zuzustimmen, der vorsah, den größten Teil seiner Vorräte an angereichertem Uran ein Jahr lang zu entfernen und durch nukleare Brennstäbe zu ersetzen, die sich schwerer bei der Produktion von Atomwaffen verwenden lassen würden. Auch die Teilnahme an Verhandlungen über das Programm zur Uran-Anreicherung hatte Teheran verweigert, die in der vergangenen Woche beginnen sollten. Das stellt einen Bruch von Resolutionen des UN-Sicherheitsrates dar.
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