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CIA: UFO-Invasionen einst gefürchteter
als Sowjet-Atomwaffen?
Trotz vieler offizieller Dementis deuten kürzlich enthüllte CIA-Dokumente auf jahrzehntelange intensive UFO-Untersuchungen durch Geheimdienste und Militärs in den USA und anderen westlichen Ländern hin. Anscheinend wurden sie durch Befürchtungen
in der Öffentlichkeit ausgelöst. Wie lautet ein wohlbekanntes deutsches Sprichwort? "Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen." Die australische Tageszeitung Sidney Herald fand über das US-Phänomen weitere Details heraus.
Vieles deutet darauf hin, dass es sich in der Tat um einen Vorgang handelt, der mehr ist als ein journalistisches Rezept, um in der Sauregurkenzeit Leser aufmerksam zu machen: Viele Amerikaner fürchteten eine UFO-Invasion. Und die Besorgnis in der Bevölkerung spiegelte sich in den 50iger Jahren auch in Maßnahmen der Washingtoner Regierung wider. CIA-Unterlagen zeigen: Einige der fähigsten Wissenschaftler und Militärs bemühten sich um Aufklärung.
Dass die staunende Weltöffentlichkeit nun davon detailliert erfährt, ist das Verdienst einer australischen Tageszeitung: Der "Sidney Morning Herald" hat eine Untersuchung begonnen und die amerikanischen Geheimdienstarchive durchforsten lassen. Heraus kamen Berichte über eine "Explosion von Aktivitäten" von US-Forschern und Militärs. Sie studierten "jede mögliche Auswirkung" vermeintlicher UFO-Beobachtungen auf das öffentliche Leben in den USA und westlichen Demokratien.
Kein Zweifel: Hollywood und die Welt des Films waren von den UFO-Stories begeistert, die überall auftauchten. Und Filmschreiberlinge taten ihr bestes, um das Thema weiter anzuheizen: Von "Mind Control", also einer Steuerung menschlicher Gehirne bis zu Einzelheiten über Reisen im Weltraum und das Leben im All war die Rede. Hoch gebildete CIA-Mitarbeiter schickten 1953 einander auf LSD-Trips, um ihren Einfallsreichtum anzustacheln, weiß der "Morning Herald" jetzt. Und andere Abteilungen der Behörde hatten es mit einer "riesigen Flutwelle von UFO-Berichten" zu tun.
Aber wie so oft: Nach ein paar Jahren, als die Thematik in den Medien ausgeschlachtet schien, war das Interesse der Öffentlichkeit ausgereizt. Und der US-Geheimdienst beschäftigte sich nicht nur mit anderen Dingen, sondern deponierte einige der dramatischsten UFO-Stories da, wo sie hingehörten: Im Müll. Schade, eigentlich. Denn damals ahnte man noch nichts vom bevorstehenden Start des Internets in den 90iger Jahren - und den ungeheuren Bedarf an kostenlosen Horrorstories, die sich auch in Jahrzehnten noch gut verkaufen lassen würden - von "fliegenden Untertassen über Uranvorkommen im belgischen Kongo" bis zu "Nazi-Ufos" - damals noch ein legitimes Mittel, um amerikanischen Zeitungslesern den Schlaf zu rauben.
Als im Jahre 1979 die New York Times berichtete, der Geheimdienst CIA hätte in der Vergangenheit UFO-Berichte geprüft, war der damalige CIA-Direktor Stansfield Turner so beunruhigt, dass er seine Mitarbeiter fragte: "Sind wir wirklich auf einem UFO-Trip?
Die Antwort, so der "Morning Herald" heute, war "Ja"! Genau gesagt, schon seit 1940! US-Rundfunksender berichten seit Jahren über eine angebliche Regierungsverschwörung mit dem Ziel, Stories über tatsächliche Besuche intelligenter Lebewesen aus dem All - und sogar Gefangennahmen und medizinischen Zwangs-Untersuchungen von Menschen zu unterdrücken. Beginnt jetzt eine neue Welle von UFO-Geschichten in den Medien? Warten wir's ab!
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