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Internet-Sucht! Psychiatrie schlägt Alarm
Das amerikanische "Journal of Psychiatry" - und "Wired Magazin" - beschreiben es als ernsten Vorgang. Ein Experte nennt es "zwanghaft impulsive Spektrumssstörung": Die Internet-Sucht, so heißt es, sei eine verbreitete Krankheit, die den Eintrag in den amerikanischen Katalog DSM-V (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) gerechfertigt habe.
Drei Gruppen gehören zur Computer-Benutzung online und offline: Übertriebene Beschäftigung mit Computerspielen, ein sexueller Aspekt und E-Mail, einschließlich Messaging. Oftmals verliert man den Sinn für die vergehende Zeit, leidet unter Entziehungserscheinungen, wenn der Computer nicht verfügbar ist und braucht ständig bessere Geräte, mehr Software, mehr Zeit. Dazu gehören auch negative Erscheinungen wie Streitsucht, Tendenz zum Lügen, gesellschaftliche Isolierung und ständige Erschöpfungszustände.
Zu den interessantesten Forschungsergebnissen gehören Informationen aus Südkorea: Nach einer Serie von 10 Todesfällen als Folge von Herzleiden in Internet-Cafés und einem Computerspiel-bezogenen Mordfall betrachtet Südkorea die Internet-Sucht als eines der häufigsten Gesundheitsprobleme. Nach Angaben aus dem Jahre 2006 leiden 210.000 koreanische Kinder darunter (2,1% im Alter zwischen 6 und 19 Jahren) und brauchen Behandlung. Etwa 80% erhalten Medikamente, 20-24% mussten oder müssen ins Krankenhaus.
Der typische südkoreanische Oberschüler verbringt 23 Stunden pro Woche mit Computerspielen. 1,2 Millionen sind sucht-
gefährdet und brauchen Beratung. Eine zunehmende Zahl von Koreanern geht von der Schule ab oder verliert den Arbeitsplatz, um mehr Zeit am Computer zu verbringen.
China meldete auf einer kürzlichen Konferenz, 13,7% chinesischer Heranwachsender erfüllten Kriterien von Internetsucht - das sind etwa 10 Millionen. Im Jahre 2007 begann China, die Benutzung von Computerspielen einzuschränken.
Im Gegensatz zu Asien, wo Computer bevorzugt in Internet-Cafés verwendet werden, beschäftigen sich junge Leute in den USA mit Spielen und virtuellem Sex zu Hause. In 86% der Fälle von Internetsucht werden DSM-IV-Kriterien erfüllt. In den USA fällt Internetsucht den Therapeuten in der Regel nur auf, wenn sie besonders darauf hingewiesen werden, während Therapeuten in Asien gelernt haben, von sich aus darauf zu achten. Internetsucht ist schwer zu behandeln, mit wichtigen Risiken verbunden und behandelte Patienten neigen zu Rückfällen.
Der Autor dieser Angaben, Dr. Jerald Block, 1314 Northwest Irving Street, Suite 508, Portland, Oregon, USA 97209, E-Mail jblock@aracnet.com , hat eine Technologie entwickelt, die den beschränkten Zugang zu Computern ermöglicht, und er besitzt ein Patent darauf.
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