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a Neugierig, was Kinobesucher sehen wollen? Antwort: Hirnscanning!

Nicht nur um den Spaß geht's - Milliarden von Unterhaltungs-Dollars stehen auf dem Spiel. In dem wilden Rennen, so viele Leute wie möglich mit Hollywood-Produkten anzuziehen, heuern US-Filmgesellschaften jetzt Neurowissenschaftler an, um herauszufinden, was die Gehirne ihrer Konsumenten beim Zusehen ticken lässt. Sie hoffen, eine Revolution für Filmemacher einzuläuten und ganz nebenbei auch noch einen großen zusätzlichen Haufen Bargeld zu verdienen. Wissenschaftler an der New Yorker Universität geben freimütig zu, dass sie diese Strategie bereits seit Jahren anwenden. Die Methode: Magnetic Resonance Imaging.

Die Methode, die Forscher wie Uri Hasson an der Universität von New York anwenden, besteht in einer erweiterten Technologie: fMRI - funktionelles magnetisches Resonanz-Imaging. Auf dem Bildschirm sieht der Forscher, in welchen Bereichen des Gehirns mehr Blut fließt - und damit im Scanner magnetische Signale erzeugt, die von der Elektronik umgesetzt werden. Dadurch kann man erkennen, welchen Einfluss zum Beispiel ein Alfred-Hitchcock-Firm auf die Funktion des Gehirms beim Betrachter hat. Hitchcock löst bis zu 65% Angstreaktionen aus, berichten die Wissenschaftler. Sergio Leone's Western "The Good, the Bad and the Ugly" ruft in dem Teil des Gehirns, der als Neocortex bekannt ist, solche Reaktionen zu maximal 45% hervor. Und wenn sich ein Hollywood-Regisseur einzelne Szenen vorhandener Firme ansieht und gleichzeitig die Vorgänge in den Gehirnen der Betrachter erkennt, kann er für seine zukünftige Tätigkeit wertvolle Schlüsse ziehen und erfolgreichere Produkte schaffen. Das ist die Idee, die hinter dieser Übung steht.

Der Grund, warum sich die Psychologen der New Yorker Universität mit einer solchen Intensität dem Film-Thema widmen, ist schnell erklärt: Die Filmfakultät hat in der Vergangenheit Berühmtheiten wie Oliver Stone, Joel Coen, Martin Scorcese und Spike Lee hervorgebracht. Nun will man neue Verfahren anwenden, um dem Bereich Unterhaltung und Lehre - auch im Internet - zu weiteren Fortschritten zu verhelfen. Aber NYU ist nicht die einzige Universität, die sich auf diesem Sektor betätigt. Bob Knight, Neurologe an der Universität Berkeley in Kalifornien, hat sogar die Reaktionen von Menschen auf Werbespots und Film-Trailer im Labor untersucht. Die Neurowissenschaft wird in Zukunft eine wachsende Rolle im Video- und Filmsektor einnehmen, heißt es in Hollywood. Zeit, auch anderswo in der Welt solche Versuche zu unternehmen. Damit der kreative Bereich von der Wissenschaft profitieren kann. Eine "natürliche Evolution" ist im Gange, von der zu hoffen ist, dass sie die Unterhaltungsindustrie von der billigen Effekthascherei wegzuführen vermag und mehr Erzeugnisse als bisher zu echten Erlebnissen macht. Von dem schnell wachsenden Gebiet der Unterrichtsvideos zur Ausbildung ganz abgesehen . . .






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